Der Shanty-Chor WINDROSE Hamburg wurde
im Frühjahr 1977 von 13 Kameraden der Minensuch-kameradschaft Hamburg gegründet. Unsere erste Bühnenerfahrung
war im gleichen
Jahr in Lahnstein am Rhein.
Beim 2. Shanty-Chor-Treffen 1979 in Bielefeld konnte der Chor mit 19 Kameraden antreten und eine beachtliche Leistung vorweisen. Inzwischen
ist unser Chor auf über 60 Mitglieder angewachsen.
Musikalisch entwickelte sich die instrumentale Begleitung auf mehrere Akkordeonspieler und Gitarristen. Die jährlichen Chorreisen führten uns nicht nur durch Deutschland, sondern bis Venedig, Wien, Salzburg und London. Viele Kontakte zu anderen Chören wurden geknüpft, z.B. zum Alta Mannskor aus Norwegen, zu den Chören aus Goldbach, Rothenbuch, Appenweier im Schwarzwald und zum Shanty-Chor der MK Kelheim/Donau.
Wir singen bei privaten und öffentlichen Veranstaltungen zu Feierlichkeiten jedweder Art:
Jubiläen, Gartenfeste, Geburtstage, Hochzeiten, Familienfeiern.
Auf die Frage, was sind Shanties, erhält man meist die Antwort: Shanties sind Arbeitsgesänge an Bord der Segelschiffe, wo es absolut wichtig war, dass viele Tätigkeiten von den Seeleuten gemeinsam im Gleichtakt vorgenommen werden mussten.
Für die unterschiedlichen Arbeiten gab es demzufolge dann auch unterschiedliche Shanty-Arten. Der Ursprung liegt aber nachweislich schon in der Antike, wo das Singen an Bord gleichzeitig religiösen Charakter hatte, um die Götter um Beistand auf den gefährlichen Fahrten mit den kleinen Schiffen zu
bitten. Im späten Mittelalter kam durch die Sklaverei auch afrikanisches Liedgut hinzu.
Mit dem Ende der Segelschiffzeit übernahmen Maschinen die schwere Arbeit, so dass die Shanties nunmehr nur noch zum Vergnügen gesungen wurden, zumal es damals über lange Zeit weder Radio noch Fernsehen oder Tonträger gab. Darüber hinaus kamen dann in den einzelnen Seefahrtsnationen eigene Seefahrtslieder in Mode, teils aus Romantik, indirekt aber auch zur Anwerbung von seemännischem Nachwuchs.
Der Begriff Shanty kam aber erst sehr spät auf. Über seine Herkunft gibt es unterschiedliche Erklärungen. Möglicherweise stammt er vom Mississippi-Delta, wo die Hütten der dort ansässigen schwarzen Sklaven „shants“ genannt wurden. Seit ca. 30 - 40 Jahren hat das Shanty-Singen nicht nur in Deutschland starken Zuspruch erfahren.
Der gelernte Schriftsetzer/Fotosetzer lernte in seiner
Zeit bei der Deutschen Bundesmarine (1957 bis 1963)
Shanty-Musik kennen.
Seine Mitgliedschaft beim Deutschen Marinebund führte 1977 zur Gründung des heutigen Shanty-Chores „Windrose“ Hamburg, dem Helmut Stegmüller bis heute mit seinen autodidaktischen Qualitäten zu seinem Erfolg verhalf!